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Dem Blutdruck auf der Spur

Kennen Sie 120/80? Nein, das ist kein Kartenspiel und auch kein Sportergebnis – sondern schlicht ein optimaler Blutdruckwert, angegeben in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Und den sollten wir uns als Zielvorgabe gut einprägen. Denn hoher Blutdruck, also ab 140/90 mmHg aufwärts, ist auf Dauer ein echter Krankmacher. Er lässt:

  • die Herzwände dicker und unelastischer werden,
  • die Gefäße schneller verschleißen,
  • das Risiko für Schlaganfälle, Herzschwäche und Herzinfarkte sowie Nierenversagen stark steigen.

Stille Gefahr

Dass hoher Blutdruck, im Medizin-sprech Hypertonie genannt, lebensgefährlich werden kann, ist weithin bekannt. Über die eigenen Blutdruckwerte weiß aber trotzdem gerade einmal ein Drittel der Erwachsenen Bescheid. Vielleicht wäre es anders, wenn Bluthochdruck weh täte. Doch Hypertonie verursacht lange keine Beschwerden. Selbst bei ersten Anzeichen wie Schwindelgefühlen, Dauermüdigkeit oder Kopfweh denken viele noch nicht ans Blutdruckmessen. Dabei wäre das der erste Schritt, um die Kurve zu kratzen und den Kampf für gesündere Blutdruckwerte aufzunehmen.

Stilwechsel für den Blutdruck

Hypertonie ist in den meisten Fällen ein Wohlstandsleiden. Mit einem bewussteren Lebensstil könnten wir deshalb schon einiges an Druck ablassen. Hier ein paar Beispiele:

  • Abnehmen bei starkem Übergewicht 5–20 mmHg (pro 10 kg Gewichtsverlust)
  • Mediterrane Ernährung mit mehr Fisch, Gemüse und Obst 8–14 mmHg
  • Salzreduktion 2–8 mmHg
  • körperliche Aktivität 4–9 mmHg
  • Alkoholkonsum einschränken (nicht mehr als 2 Drinks/Tag) 2–4 mmHg